DSWV rechnet mit fast einer Milliarde Euro an Sportwetten aus Deutschland zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026

Ines Albrecht · Jul 25, 2026

DSWV rechnet mit fast einer Milliarde Euro an Sportwetten aus Deutschland zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026

Aktuelle Entwicklungen im deutschen Sportwettenmarkt im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2026

Der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) geht davon aus, dass die erweiterte FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko Wetteinsätze in Höhe von knapp einer Milliarde Euro aus Deutschland generieren könnte, wobei 600 bis 700 Millionen Euro auf lizenzierten Plattformen erwartet werden und 300 bis 400 Millionen Euro potenziell in den illegalen Bereich abfließen, und diese Einschätzung basiert auf aktuellen Marktanalysen des Verbands.

Mathias Dahms, Präsident des DSWV, betonte das besondere Interesse an Partien mit deutschen Mannschaften, während er gleichzeitig auf anhaltende Durchsetzungsprobleme beim Schwarzmarkt hinwies und auf die bevorstehende Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags von 2021 zum Jahresende 2026 verwies, und Daten der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) zeigen ein anhaltendes Wachstum der Umsätze im illegalen Segment.

Marktschätzungen im Detail

Die Prognose des DSWV umfasst eine Gesamtsumme von annähernd einer Milliarde Euro, die sich auf lizenzierte Anbieter und illegale Plattformen verteilt, wobei der Anteil der legalen Operatoren zwischen 600 und 700 Millionen Euro liegen soll, während der Rest in nicht regulierte Kanäle fließen könnte, und diese Aufteilung ergibt sich aus Beobachtungen des Verbands zu bisherigen Großereignissen wie der Europameisterschaft.

Experten des Verbands haben festgestellt, dass Spiele mit Beteiligung deutscher Teams besonders hohe Umsätze erzielen, und diese Erkenntnis fließt direkt in die Berechnungen für das Turnier 2026 ein, das mit 48 teilnehmenden Nationen deutlich umfangreicher ausfällt als frühere Austragungen.

Entwicklungen auf dem Schwarzmarkt

GGL-Daten belegen ein kontinuierliches Wachstum der Einnahmen im illegalen Bereich, und dieser Trend setzt sich trotz regulatorischer Bemühungen fort, während Dahms die Notwendigkeit einer effektiveren Durchsetzung der bestehenden Regelungen unterstrich, und Beobachter merken an, dass der erweiterte Turnierplan zusätzliche Anreize für nicht lizenzierte Anbieter schaffen könnte.

Der Verband weist darauf hin, dass der Schwarzmarkt weiterhin Herausforderungen bereitet, insbesondere bei der Identifikation und Sanktionierung grenzüberschreitender Angebote, und diese Situation könnte sich während der Weltmeisterschaft 2026 noch verschärfen, wenn die Nachfrage nach Wetten auf zahlreiche zusätzliche Begegnungen steigt.

Analyse der Kanalisierungseffekte im deutschen Glücksspielmarkt 2026

Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags

Der DSWV verweist auf die anstehende Evaluierung des 2021 in Kraft getretenen Glücksspielstaatsvertrags Ende 2026, und diese Überprüfung soll unter anderem die Wirksamkeit der Kanalisierung in legale Angebote bewerten, während Daten einer von der GGL unterstützten Studie zur Kanalisierungsrate im deutschen Online-Glücksspielmarkt aus dem März 2026 als Grundlage dienen könnten.

Dahms hob hervor, dass eine verbesserte Regulierung notwendig sei, um illegale Aktivitäten einzudämmen, und die Ergebnisse dieser Evaluierung werden voraussichtlich Einfluss auf zukünftige Rahmenbedingungen für Sportwetten in Deutschland haben, wobei der Fokus auf einer stärkeren Verlagerung von Einsätzen in den regulierten Bereich liegt.

Aktuelle Marktdaten und Trends

Aktuelle Zahlen der GGL zeigen, dass der illegale Markt trotz Lizenzvergaben an mehrere Anbieter weiter wächst, und diese Entwicklung wird im Kontext der Weltmeisterschaft 2026 besonders relevant, da das Turnier mit seiner Länge und der Anzahl der Spiele ein erhöhtes Wettvolumen erwarten lässt, und Beobachter des Marktes berichten von ähnlichen Mustern bei früheren internationalen Großereignissen.

Der Verband betont, dass lizenzierte Operatoren strenge Vorgaben zur Werbung und zum Spielerschutz einhalten müssen, während illegale Anbieter diese Standards nicht erfüllen, und diese Diskrepanz könnte während des Turniers im Sommer 2026 zu einer verstärkten Nachfrage in nicht regulierten Bereichen führen.

Fazit

Die Einschätzungen des DSWV liefern eine klare Aufteilung der erwarteten Wetteinsätze aus Deutschland, und die Kombination aus legalen und illegalen Anteilen unterstreicht die Bedeutung einer effektiven Regulierung im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2026, während die anstehende Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags weitere Klarheit bringen soll.